Six Flags Magic Mountain

 Six Flags Magic Mountain

Bei keinen anderen Parks gibt es so viele Diskussionen wie bei denen der Six Flags-Gruppe. Ganz extrem ist es bei Magic Mountain. Entweder man liebt oder man hasst insbesondere diesen Park.

Viele Freizeitpark-Fans fühlen sich in diesem Park unwohl und sind unzufrieden mit dem Ambiente, Darstellung der Attraktionen, Theming etc. Die anderen (hauptsächlich) Coaster-Fans fühlen sich hier wiederum extrem wohl, denn wo findet man sonst eine derartig vielfältige Auswahl an den verschiedenen Bahntypen. Hinzu kommt noch, dass man hier seltene, geschichtlich bedeutende und viele ehemalige Rekordbahnen antrifft.

Objektiv gesehen hat es der Park in vielen Bereichen versäumt, für Theming und somit für Wohlbehagen in Form einer Illusion, eine weite Welt zu schaffen, zu sorgen. Das schlimmste Beispiel ist Scream!, ein Floorless Coaster, der 2003 eröffnet wurde. Dieser vom Design her zwar kopierte (das Original ist Medusa bzw. nach der Umbenennung Bizarro in Six Flags Great Adventure) , aber trotzdem geniale Coaster wurde auf dem Parkplatz am Rand des Parks gebaut. Dieses ist prinzipiell zwar nicht verkehrt. Wenn man aber den Asphalt und dazu auch noch die Parklückenmarkierungen nicht entfernt, ist der Anblick doch sehr seltsam. Andererseits fällt dies auch nur während der Fahrt auf, da die Strecke von aussen nicht einsehbar ist.

Auch der Zugangsbereich zu X / X2 oder die sog. "Movie World" wirken doch sehr steril. Teilweise wurden aber auch Coaster einfach nebeneinander "fallengelassen", so stehen / standen z. B. Psyclone - eine eigentlich recht ansehnliche und inzwischen abgerissene Holzachterbahn - und Deja Vu - ein Giant Inverted Boomerang, zwischenzeitlich als Goliath nach Six Flags New England umgesetzt - so dicht nebeneinander, dass man in der Warteschlange der einen Bahn noch den Fahrtwind der anderen Bahn fühlt. Der Anblick von Weitem ist dementsprechend. Und das hat sich mit dem Abriss und dem Neubau von Apocalypse  (ehemals Terminator Salvation) auch nicht geändert. Allerdings führt die Warteschlange von Apocalypse (ehemals Terminator Salvation)  auf der "anderen" Seite der Bahn entlang, somit fällt der Windstoss von "Deja Vu" weg. Und Deja Vu ist inzwischen auch nicht mehr da (siehe oben).

Es gibt jedoch auch einige sehenswerte Ansätze. Viper, Revolution, Tatsu und Ninja haben sehr schöne Stationshäuser, und die Main Plaza, Gotham City und der Bereich der Main Plaza vermitteln aber eben doch die Illusion, man befinde sich in einer anderen Welt.

Unser Besuch 2002

Erstmals waren wir am 20.09.2002 hier. Damals war es der Park mit den (zusammen mit Cedar Point) weltweit meisten Achterbahnen (15 Stück !!!). Der Besuch wurde zu dem Zeitpunkt Pflicht, als ich das erste Mal Baubilder und Videos von X gesehen hatte. Da wusste ich sofort: Da muss ich hin !!! Einige Monate später war es dann auch so weit.

Der damalige Eintritt lag damals bei 42,99 US$ zzgl. Tax. Aber hier erhielten wir - mal wieder - den Beweis der amerikanischen Freundlichkeitm denn hinter uns stand ein ca. 15jähriger Junge, der uns einen Coupon gegeben hat. Mit diesem Coupon haben wir sage und schreibe 20 US$ pro Person (!!!) gespart.

Auch damals war mir bereits das negative Image von Six Flags bekannt. Uns ist es diverse Male zu Ohren gekommen, dass die Kapazitäten der Bahnen niemals voll ausgeschöpft werden, schlecht gepflegt werden etc. Diese Erfahrung konnten wir an diesem Tag jedoch nicht machen. Lediglich Ninja war damals ganz und Riddler´s Revenge bis zum Nachmittag geschlossen. Aber ansonsten liefen alle Bahnen mit vollem Einsatz und unter voller Kapazität. Dieser Tag hat im übrigen für den endgültigen Ausbruch meiner Achterbahnsucht geführt.

Unser Besuch 2006

Dieser fand am 22.09.2006 statt. Es war wieder der Tag, wo der Park von 10.00 Uhr morgens bis nachts um 1.00 Uhr geöffnet war. Leider haben wir an diesem Tag einige Enttäuschungen erlebt, was unsere Meinung über den Park doch etwas revidiert hat. Die erste - und zugleich grösste - Enttäuschung war der Satz "X is closed". Handelt es sich doch hier um meine Lieblingsbahn und war mit ein Hauptgrund für den Besuch an diesem Tag. Dieses Mal wurden auch - zumindest bis 19.00 Uhr - eben nicht die Kapazitäten voll ausgenutzt. Tatsu lief mit 2 anstatt 3 möglichen Zügen, bei Superman the Escape und Colossus lief nur eine Spur, und Goliath (bis 13.00 Uhr) & Revolution liefen nur mit einem Zug. Ebenfalls geschlossen war Psyclone, diese Bahn wären wir jedoch eh nicht gefahren.

Interessanter Weise liefen jedoch Batman the Ride, Viper und Riddler´s Revenge von Anfang an mit 2 Zügen, was zum Walk through führte und im Vergleich zu den Negativpunkten schon etwas verwunderlich war. Weiterer negativer Aspekt sind inzwischen die Preise, hier mal eine kurze Aufstellung:
- Parkplatz 15 US$
- Parkeintritt 60 US$ (aufgrund einer leeren Coladose haben wir jedoch eine Person gespart)
- 1 Hamburger mit French Fries und Getränk 11 US$ (dafür jedoch sehr lecker)

Was sich jedoch preislich - im Vergleich zu anderen US-Parks - in Grenzen hielt, waren die Kosten für das Flash Pass-Ticket (4 Fahrten nach Wahl ohne Wartezeit) mit 15 US$ und das VIP-Ticket (unbegrenzte Fahrten ohne Wartezeit und andere Annehmlichkeiten) für 80 US$. Das geht in den Staaten wesentlich teurer.

Unser Besuch 2010

Der krönende Abschluss unserer West Coast(er) Tour 2010 sollte Six Flags Magic Mountain sein. Von den Coastern her war es sicherlich so, allerdings liessen die Angestellten - insbesondere am ersten unserer beiden Besuchstage - doch diverse Fragen offen und verursachten ein langes Kopfschütteln bei uns. So wurden manche Züge - komplett gecheckt und abfahrbereit - für ca. 2 Minuten in der Station belassen, während der bereits zurückgekommene Zug in der Schlussbremse wartete. In dieser Zeit wurde geklöhnt, telefoniert, Faxen gemacht ... . Am schlimmsten war es bei Riddler´s Revenge. Trotz Flash Pass Gold kamen wir auf eine Wartezeit von rund 1 Stunde, da die Angestellten zu faul waren, den Bahnhofsbereich einigermassen frei zu halten, wie es sonst üblich ist. Am schnellsten und durchaus befriedigend bis gut war die Abfertigung bei X2.

Weiter ging es bei der Essensbestellung und auch beim Fotokauf. Bis man dort das Bestellte endlich in der Hand hielt, bekamen wir von unseren Kopfbewegungen schon fast ein Schleudertrauma.

Die Preise verhielten sich ähnlich. Während das Merch - insbesondere aufgrund Season Pass - in einem günstigen bis vertretbaren Rahmen lag, waren die Preise für Speisen und Getränke richtig gesalzen. Für einen Hot Dog mit einer kleinen Tüte Chips und einem Getränk war man locker 12 US$ los. Die Krönung war der Flash Pass Gold. Dieser kostete für uns drei rund 160 US$. Da wir X2 unbedingt dazu haben wollten (dieser ist nicht im Flash Pass integriert), haben wir diesen für 15 US$ dazu gebucht. Erst als alles gebucht und die Kreditkarte belastet war, haben sie uns erzählt, dass wir für diese 15 US$ grad mal eine feste Zeit bekamen, die für X2 galt. Das fanden wir dann doch ziemlich krass, aber wir haben es dann auch so belassen.

Abgesehen von den Preisen war am zweiten Tag alles anders. Der Park war eh etwas leerer (obwohl es ein Freitag war), aber auch die Abfertigung klappte plötzlich so, wie man es sich für einen Besucher, der teures Geld hinterlassen hat, erwartet. Da musste wohl ein hohes Tier im Park gewesen sein, wo die Ride-OP´s mal zeigen wollten - und plötzlich auch konnten -, wie man einen Achterbahnbetrieb vorbildlich führt.

Ausserdem sei positiv angemerkt, dass viele Bahnen komplett neu gestrichen waren. So erscheinen  Batman the Ride (auch in einem neuen Farbton), Riddler´s Revenge und Goliath in leuchtenden Farben und blitzen in der Sonne. X2, Viper und Ninja wurden ebenfalls erst vor wenigen Jahren neu gestrichen, somit sind Scream! und Tatsu vom Äusseren her nun die ältesten Bahnen, obwohl es - abgesehen von Apocalypse  (damals noch Terminator Salvation) - die neuesten Bahnen im Park sind. Hoffentlich wird dort bald ein Anstrich nachgeholt.

Unser Besuch 2012

Auch im September 2012 hat es uns wieder einmal in diesen Park verschlagen. Speziell waren wir hier, um uns die fehlenden Counts zu holen und natürlich, um Lex Luthor: Drop of Doom zu testen. Aufgrund des nicht allzu leeren Parks an diesem Tag (obwohl es ein Mittwoch war) haben wir uns den kleinen Assistenten in der Goldvariante geholt, der dafür gesorgt hat, dass sich unsere Wartezeiten in Grenzen hielten. Es ist allerdings noch immer so, dass eine Fahrt auf X2 atemberaubende 15 US$ pro Person extra kosten. Eine Fahrt mit Lex Luthor: Drop of Doom ohne Wartezeit ist sogar nur in der Platinvariante zubuchbar, ebenfalls für 15 US$ pro Person. Die Warzeit für den Turm betrug im übrigen 15 Minuten, als Single Rider annähernd 0 Minuten.

Unser Besuch in 2016

In 2016 waren wir das erste Mal mit unser damals 15 Monate alten Tochter dort. Der Besuch fiel dieses Mal in die Vorweihnachtszeit, und der Park war teilweise sehr schön geschmückt und festlich beleuchtet. In der Nähe der Station von Tatsu wurde ein schneebedecktes Dorf aufgebaut, und auf der Main Plaza standen diverse Tannenbäume, und am Abend fing es dort sogar an zu schneien.

In Begleitung eines 15jährigen alten Mädchens sind die Prioritäten zwischenzeitlich deutlich anders gesetzt. Da unsere Kleine (wie sollte es aber auch anders sein) auch auf Achterbahnen steht, waren wir natürlich bemüht, auch viele Sachen zu finden, die sie fahren darf. Und da wurden wir extrem positiv überrascht. Mit ihren guten 90cm Grösse (eine Altersbeschränkung gibt es in den Staaten nicht) standen ihr 4 Achterbahnen (!!!) und diverse kleinere Fahrgeschäfte aller Art zur Verfügung. Da wir die Jahre davor nie darauf geachtet haben, hat uns diese Tatsache sehr beeindruckt und unseren Sonnenschein mit Freude erfüllt. In der nahe gelegenen und so hoch gepriesenen Knotts Berry Farm war die Auswahl wesentlich kleiner, und sie durfte nur 1 Achterbahn fahren, für die wir aber zu gross waren.

September 2002, September 2006, Juni 2010, September 2012 und Dezember 2016 - Olli

Die Bilder

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