Flying Dinosaur @ Universal Studios Japan

Flying Dinosaur @ Universal Studios Japan

Tatsächlich war die Fahrt auf dem Flugdinosaurier unsere erste des Tages, immerhin hatte unser Express-Pass ein Zeitfenster, welches wir zu beherzigen mochten – doch das lag noch etwas in der Ferne, so dass wir uns brav in die reguläre Queue stellten. Schneller als gedacht ging es durch den halbwegs leeren Wartebereich, der uns einen ersten Einblick auf die immense Wartebereitschaft der Japaner geben konnte, nur um knapp 40 Minuten später in der Doppelladestation der Anlage zu stehen, noch dazu in der ersten Reihe.

 

Nachdem man brav sein Gepäck verstaut hatte dauert es nicht mehr lange ehe der Bügel kontrolliert wurde und man in der Fliegeposition auf den Abflug wartet. Dabei ist es gerade beim Boarding der ersten Reihe interessant wie sich das zuständige Personal sich schützend vor die Flügel unseres gewählten Fluggerätes stellt, wohl wissend, dass sich da wohl schon einige den Kopf gestoßen haben. Über eine Weiche erreichen wir dann sogleich den Lifthügel, der uns auf eine Höhe von 38 m befördert. Es folgt der erste Sturz, welcher äußerst steil ausfällt. Im ersten Tal überfliegen wir in luftiger, dennoch recht bodennaher Höhe, die staunenden Passanten, ehe wir uns in einem In-Line Twist gekonnt in die Höhe schrauben. Dabei erleben wir die Kuppe schon beinahe wieder in Flugposition, doch im Ausgang der Rolle wartet noch eine weitere halbe Schraube, auf das wir im nächsten Tal äußerst brachial in die Rückenpolster gepresst werden. Im anschließenden Inside-Raven Turn, einer Art Immelmann Loop ohne Kopfstand, verzichtet der Dino in keiner Sekunde darauf den Druck irgendwie zu reduzieren, weswegen wir erst wieder in ferner Höhe zum Durchatmen kommen.

 

Doch das nächste Element bahnt sich bereits an und nach einem kurzen Rechts-/Linksschwenker weit über den Köpfen der potentiell fahrwilligen Parkgäste erreichen wir dieses.  Mit überaus viel Schwung stürzen wir uns in den Pretzel Loop, einem Fahrmanöver in Form einer Bretzel, dessen Tal man in der Liegeposition durchbrettert. Mit atemberaubender Geschwindigkeit und irrsinnigen Druck auf den Rippen schießen wir dabei durch einen kurzen Tunnel, just bevor wir uns erneut in luftiger Höhe befinden und unseren Weg fortan relativ bodennah entlang des zentralen Sees folgen. In einer weiten Rechtskurve nehmen wir dabei Anschwung um in einem weiteren In-Line Twist ein weiteres Mal um die eigene Achse gedreht zu werden. Dieser geht dann in eine wunderschöne zu fahrende, sowie druckvolle 360° Helix über, die uns parallel zum Lifthügel entlässt. Einen kurzen Dip später durchqueren wir die letzte der drei In-Line Rollen ehe wir uns alsbald in der Schlussbremse der Anlage wiederfinden. 

 

Fazit

The Flying Dinosaur ist eine wahnsinnig intensive Achterbahn, die ihre Waffe – also die G-Keule – sehr gerne und oft auf ihre Fahrgäste anwendet. Tatsächlich würde ich soweit gehen die Achterbahn als (bis zum Zeitpunkt des Besuchs) intensivste von mir gefahrene Achterbahn zu bezeichnen und das inkludiert Kaliber wie den Spinning Coaster Tornado aus dem dänischen Freizeitpark Bakken. Jedoch mit dem fundamentalen Unterschied, dass der Flugsaurier wenigstens Spaß macht. Sei es nun die Brachiale In-Line-Twist-Fly-to-Lie-Combo und ihr anschließendes atemberaubendes Tal oder der viel zu schnell durchfahrene Pretzel Loop – der Flugdinosaurier weiß einfach zu überzeugen. Selbst die langsamen Passagen, die es ja durchaus gibt, fügen sich absolut harmonisch in das Gesamtbild ein und machen The Flying Dinosaur zu einer der besten Anlagen ihrer Art.

 

August 2017 / Tobias 

Die Daten

Hersteller Bolliger & Mabillard
Modell Flying Coaster / Custom
Eröffnet 18.03.2016
Länge 1.124 m
Abfahrt 37,8 m
Inversionen 5 (In-Line Twist, Inside Raven Turn, Pretzel Loop, In-Line Twist, In-Line Twist)

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